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"Arbeiter und Angestellte, mit einem Verdienst oberhalb der Pflichtentgeltgrenze sowie generell alle Selbständigen und Freiberufler, können in die private Krankenversicherung wechseln. Günstige Beiträge und Top- Versicherungsschutz zeichnen die Private KV aus.

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Kay Lüders
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Was muss man bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung 2011 beachten?

Aktuelle Statistiken zeigen, dass nur rund 10 Prozent der deutschen Bevölkerung die Möglichkeit haben, in die private Krankenversicherung zu wechseln. 90 Prozent sind dagegen in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Für diesen Prozentsatz gibt es in diesem Jahr noch einige Besonderheiten, die sie bei einem Wechsel beachten müssen. Doch welche Voraussetzungen gelten für die private Krankenversicherung?

Ab wann kommt die private Krankenversicherung infrage?

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind alle Arbeitnehmer versichert, die ein Bruttoeinkommen unterhalb einer gewissen Versicherungspflichtgrenze oder Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) erhalten. Auch Kinder und andere Familienangehörige ohne ein eigenes Einkommen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. Anders sieht es allerdings aus, wenn das Entgelt über der Verdienstgrenze liegt. In diesem Fall kann sich der Arbeitnehmer aussuchen, ob er sich gesetzlich oder privat krankenversichert. Diese Grenzen liegen im Jahr 2011 bei 4.125 Euro im Monat bzw. 49.500 Euro brutto im Jahr. Anders sieht es bei den Selbstständigen aus, die sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen können, ohne dass sie die Pflichtgrenze einhalten. Beamte können sich ebenfalls zwischen den beiden Varianten entscheiden. Schließlich dürfen sich viele Studenten ebenfalls aussuchen, ob sie sich für die private Krankenversicherung entscheiden. Diese Möglichkeit hängt allerdings von einigen Faktoren ab.

Wechsel zurück kann problematisch werden

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will, sollte sich bewusst sein, dass der Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung unter Umständen unmöglich wird. Häufig kann der Wechsel zurück nur dann erfolgen, wenn das Einkommen so weit sinkt, dass man sich wieder unter der Pflichtgrenze für die private Krankenversicherung befindet. Wer außerdem schon über 55 Jahre alt, darf auch nicht ohne Weiteres in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln. Bei gesundheitlichen Problemen ergeben sich weiter Hindernisse für einen Rückwechsel. Wer ernste Vorerkrankungen hat und als Risikofall gilt, muss bei der privaten Krankenversicherung mit hohen Kosten rechnen. Denn der Versicherer kann einen sogenannten Risikozuschlag verlangen, der zu der Versicherungsprämie addiert wird.

Vorteile der privaten Krankenversicherungen

Für Menschen, die nicht mit diesen Problemen zu kämpfen haben, ist die private Krankenversicherung allerdings eine optimale Wahl. Wer die einzelnen Anbieter objektiv vergleicht, wird feststellen, dass der Versicherungsschutz bei vielen Versicherern ganz individuell an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Eine Option, die bei der gesetzlichen Krankenversicherung entfällt. In diesem Fall geht es immer um die eigene Absicherung im Krankheitsfall, die schon mit dem Einsteigertarif sehr attraktiv gestaltet werden kann.

Änderungen der privaten Krankenversicherung 2012

Wie bei vielen anderen Versicherungen und der Altersvorsorge wird es 2012 auch bei der privaten Krankenversicherung einige Änderungen geben. Die Pflichtgrenze wird ab 2012 angehoben, die Errechnung der Jahresarbeitsentgeltgrenze wird in Bezug auf die Inflation ermittelt und wird voraussichtlich bei 50.850 Euro Bruttoeinkommen im Jahr liegen, das entspricht einem monatlichen Gehalt von 4.237,50 Euro. Dadurch sinkt natürlich auch die Zahl der Arbeitnehmer, die sich ab nächstem Jahr privat krankenversichern können.

 
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